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Cystus gegen Influenza

Cystus 052® Bio Halspastillen (rezeptfrei, 132 Stück, PZN 6573346)
Wohltuend für Hals und Rachen

Ihre Fragen & Antworten zur Anwendung von Cystus052

Hersteller: Dr. Pandalis Urheimische Medizin GmbH und Co. KG
Füchtenweg 3
49219 Glandorf
www.urheimische-medizin.de

Zutaten: Cystus 052® Trockenextrakt (spezieller Tee-Extrakt aus Cistus incanus ssp. Pandalis), Maissirup getrocknet, Bananenpulver, Rote Rübe-Pulver, Hagebuttenkernöl.

Alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau.

100 g Cystus 052® Bio Halspastillen enthalten den Extrakt aus etwa 650 g der Zistrosen-Spezies Cistus incanus ssp. Pandalis.

Cystus 052® Bio Halspastillen

 

Durchschnittliche Nährwertangaben
  pro Tablette pro 100 g
Brennwert 1,8 kcal
7,7 kJ
379 kcal
1612 kJ
Eiweiß 12 mg 2,5 g
Kohlenhydrate 441 mg 91,9 g
Fett 0,9 mg 0,2 g
Broteinheiten 0,037 BE 7,7 BE

Cystus 052® Bio Halspastillen gibt es nur in Apotheken.

Packungsgröße: 132 Stück (Pharmazentralnummer: 6573346)
Empf. VK inkl. MwSt. 24,90 €

Hinweis: Außerhalb von Deutschland gibt es vom selben Hersteller auch noch Cystus052 Infektblocker® Tabletten, die ebenfalls den traditionell altbewährten Originalextrakt aus Cistus incanus ssp. Pandalis in gleicher Konzentration enthalten. Weitere Informationen siehe unten Zusatzinformationen zu Produkten außerhalb von Deutschland.

Die Pflanze
Cistus incanus spp. Pandalis (unter diesem Namen vom Europäischen Sortenamt geschützt).

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Zusatzinformationen

Auszug aus dem Beipackzettel von Cystus052 Infektblocker®:

Zweckbestimmung

Cystus052 Infektblocker® ist eine Lutschtablette zur Anwendung im Mund-Rachen-Raum und dient der Vorbeugung sowie der begleitenden Behandlung von Erkältungskrankheiten, Viruserkrankungen und bakteriellen Infektionen der Atemwege, insbesondere solcher, die durch grippale Infekte verursacht werden.

Zusammensetzung

100g Cystus052 Infektblocker®-Tabletten enthalten den Extrakt aus etwa 650g der Zistrosenspezies Cistus incanus ssp. Pandalis® (unter diesem Namen vom Europäischen Sortenamt geschützt, Cystus 052®); Maissirup, Banane, Rote Rüben, Hagebuttenkernöl. Alle Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau (geprüft durch Öko-Kontrollstelle PV Karlsruhe).

1 Tablette = 0,037 BE.

Eigenschaften

Bakterien und Viren werden physikalisch weitgehend gebunden und so am Eindringen in die Körperzellen gehindert. Aufgrund dieses Wirkmechanismus sind Resistenzentwicklungen sowie eine Beeinträchtigung des Immunsystems nicht zu erwarten.

Anwendung und Dosierung

Vorbeugend bei erhöhtem Infektrisiko, insbesondere kurz vor und während des Aufenthalts in gutbesuchten öffentlichen Bereichen (z. B. in der Schule, im Kaufhaus, in öffentlichen Verkehrsmitteln), im Abstand von 60 bis 90 Minuten 1–2 Tabletten langsam im Mund zergehen lassen. Zur unterstützenden Therapie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum gleichmäßig über den Tag verteilt 6 x täglich 1–2 Tabletten langsam im Mund zergehen lassen.

Cystus052 Infektblocker® Tabletten sind in der oben angegebenen Dosierung auch für Kinder, Schwangere und Stillende geeignet.

Wechselwirkungen/Gegenanzeigen

Eine Beeinflussung von Arzneimitteln ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht bekannt. Dennoch sollten Cystus052 Infektblocker® nicht unmittelbar zusammen mit Arzneimitteln eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten.

Fragen & Antworten zur Anwendung von Cystus052

Frage: Wie viele Cystus 052 Bio Halspastillen darf ich am Tag lutschen?

Wolfgang C., Dormagen

Antwort: Werden Cystus 052 Bio Halspastillen (bzw. Cystus 052 Infektblocker Tabletten im Ausland) zur Vorbeugung von Erkältung und grippalen Infekten gelutscht, dann sollte das Präparat bedarfsabhängig gelutscht werden. Also dann, wenn die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist. Zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei der Arbeit mit erkälteten Mitmenschen, in Kinos oder Theatern und so weiter. Viermal täglich jeweils zwei Lutschpastillen zu verwenden, ist ein guter „Einstieg“, es können aber auch deutlich mehr werden. Das Nebenwirkungsprofil des Präparates ist so gut, daß auch bei Verwendung einer größerer Zahl Bio Halspastillen keine Nebenwirkungen zu befürchten sind.


Frage: Sind die Cystus 052 Bio Halspastillen ein Nahrungsergängzungsmittel oder ein Arzneimittel?

Sam H., Augsburg

Antwort: Der Extrakt aus der traditionellen Heilpflanze Cistus incanus ssp. Pandalis (in der Wissenschaft auch Cystus052), der in Präparaten wie Cystus 052 Bio Halspastillen verarbeitet ist, gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel, im Ausland hingegen als Medizinprodukt. Grundsätzlich ist die Pflanze ein traditionell verwandtes Phytotherapeutikum, also eine Heilpflanze.


Frage: Wegen einer Brustkrebserkrankung nehme ich Tamoxifen. Darf ich gleichzeitig Cystus 052 verwenden?

Maria F., Bremen

Antwort: grundsätzlich gilt, daß jede Verwendung oder Einnahme von pflanzlichen Präparaten oder anderen alternativmedizinschen Produkten mit dem behandelnden Krebsarzt besprochen werden muß. Stimmt dieser nach einer Nutzenbewertung der Verwendung zu, steht einer Verwendung solcher Mittel nichts im Wege.

Konkret:

  1. Es sind keine Nebenwirkung von Cystus 052-Produkten im Zusammenhang mit krebserkrankten Patientinnen im Zusammenhang mit der Einahme des Östrogen-Rezeptor-Modulator Tamoxifen bekannt, weder beim Hersteller noch der Arzneimittelzulassungsbehörde BfArM in Bonn. Grundsätzlich ist jedoch zu empfehlen, die Tamoxifen-Tablette nicht gleichzeitig mit den Zistrosen-Lutschpastillen zu verwenden. Empfehlenswert ist ein Abstand von mindestens 2-3 Stunden.
  2. Wissenschaftliche Studien zeigen, daß stark vernetzte Pflanzenstoffe wie sie in dem Heilpflanzenextrakt Cystus 052 enthalten sind, vorteilhafte Wirkungen bei Tumorerkrankungen haben können. Sie verringern zum Beispiel bestimmte Nebenwirkung stark wirksamer Krebsmittel auf Leberzelle oder verstärken die krebsvorbeugende Wirkung von Tamoxifen. All dies jedoch bislang nur in Zell- oder Tierversuchen, sodaß hieraus keine praktischen Konsequenzen gezogen werden können.

Hinweis: Im arzneilichen Sinn wirken diese stark vernetzten Pflanzenstoffe (zum Beispiel Polyphenole) beim Lutschen überhaupt nicht auf den Körper ein. Vielmehr verkleben sie Viren, Bakterien oder andere Krankheitserreger im Mund-Rachenraum so, daß eine Infektion unmöglich wird. Eine Weile nach dem Lutschen, wird der Extrakt und „eingefangene“ Errerger in das „Säurebad“ des Magens heruntergeschluckt. Und damit endgültig unschädlich gemacht.


Frage: Darf ich die Cystus 052 Infektblocker® Tabletten auch während Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?

Silke M., Darmstadt

Antwort: Es liegen keine Erkenntnisse vor, die gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft oder Stillzeit sprechen.


Frage: Wie sollte die Dosierung und Anwendung der Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten bei Kindern und Heranwachsenden sein?

Erika R., Trier

Antwort: Die Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten entfalten in Mundhöhle und Rachen ihre infektblockierende Wirkung. Wirkungsbestimmend sind dabei nicht Körpergröße oder Gewicht, sondern die Konzentration auf der Schleimhaut von Mundhöhle und Rachen. Damit diese Schleimhaut bei Kindern und Heranwachsenden ausreichend vom Infektblocker benetzt wird, sollten Dosierung und Anwendungshäufigkeit ähnlich wie bei Erwachsenen sein (z. B. über den Tag verteilt 6 x täglich 1 Tablette).


Frage: Wie kann ich den Geschmack der Infektblocker-Tabletten etwas versüßen – gerade bei Kindern?

Marie W., Konstanz

Antwort: Die Cystus 052 Infektblocker® Tabletten haben den für Cystus typischen, etwas strengen, herben Geschmack, den besonders manche Kinder anfänglich nicht mögen. Eine Möglichkeit: Lassen Sie Ihr Kind die Infektblocker-Tablette zusammen mit einem wohlschmeckenden Bonbon (welcher kein Eiweiß enthalten sollte) in den Mund nehmen – die Süße überdeckt den Cystus-Geschmack weitgehend.


Frage: Können die Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten auch nachts eingenommen werden?

Uwe D., Flensburg

Antwort: Wichtig: Es muß ausgeschlossen sein, daß es nicht zum Verschlucken der Tablette in die Luftröhre kommt. Menschen, die beim Schlafengehen eine oder zwei Tabletten in den Zwischenraum zwischen Zähnen und Wange oder unter die Zunge legen können, ohne davon gestört zu werden, und ohne sie unkontrolliert runterzuschlucken, können auf diese Weise den Infektionsschutz von Cystus052 auch auf die Nacht ausdehnen. Für Menschen mit „hyperaktiver“ Zunge ist dies jedoch nicht geeignet.


Frage: Sollte ich auch nach Beginn eines grippalen Infektes weiter die Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten lutschen?

Anne H., Witten

Antwort: Gegen die häufigsten viralen Erreger von Erkältungen, insbesondere grippale Infekte kann der Körper keine Immunität entwickeln. Einfach weil es zu viele unterschiedliche Virus-Untertypen gibt. Viele Menschen bekommen deshalb sehr rasch nach einem durchgestandenen Infekt eine neue Erkältung. Die weitere Verwendung des Infektblockers kann die Gefahr von erneuten Infektionen deutlich verringern. Die Einnahme sollte also fortgesetzt werden.


Frage: Cystus052 Infektblocker – Haben sie eine Probe, damit ich weiß wie das Produkt schmeckt?

Daniel W., Freiburg

Antwort: Entsprechend des deutschen Arzneimittelrechtes sind „Proben“ („Muster“) von Arzneimitteln oder Medizinprodukten (Cystus 052 Infektblocker® ist ein Medizinprodukt) an Endverbraucher/Patienten nicht zulässig. Deshalb führt kein Weg daran vorbei, daß Produkt käuflich zu erwerben.

Erlauben Sie mir einen Hinweis aus medizinischer Sicht: Ein Produkt, das einen erheblichen gesundheitlichen Nutzen hat, sollte von seinem Geschmack her anders als zum Beispiel ein Nahrungsmittel oder ein Genußmittel bewertet werden („Medizin wirkt am besten, wenn sie bitter ist ...“). Im Vorwege kann ich Ihnen sagen: Cystus 052 Infektblocker hat einen eigenwilligen, gewöhnungsbedürftigen Geschmack, der von vielen nicht gerade als lecker bezeichnet wird. Trotzdem verwenden derzeit viele Hunderttausend Menschen in Deutschland das Produkt.


Frage: Darf Cystus Infektblocker auch bei Autoimmunerkrankungen verabreicht werden?

Sebastian W., Erlangen

Antwort: In den Verbraucherinformationen von Dr. Pandalis Urheimische Medizin heißt es:

„Bei Patienten mit Erkrankungen ihres Immunsystems (Immundefekte, überschießende Immunantworten wie bei Autoimmunerkrankungen oder Allergien, Krebserkrankungen des Immunsystems) oder unter andauernder Immunsuppressiva-Therapie stellt sich immer wieder die berechtigte Frage: Sind ‚infektionsvorbeugende Impfungen’ oder immunmodulierende, ‚abwehrsteigernde’ Therapien ein besonderes Gesundheitsrisiko für diese Patientengruppen. Antworten hierauf geben eine Reihe wissenschaftlicher Reviews, die patientengruppen- und präparatespezifische Hinweise geben. Z. B. Volker Wahn (Immundefektzentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin): Immunstimulation zur ‚Stärkung der Abwehrkräfte’? Urban & Fischer, München, 2005 (http:// www.immundefekt.de/immunstimulation.shtml).

Das Medizinprodukt Cystus 052 Infektblocker® senkt als Lutschtablette die Ansteckungsfähigkeit (‚Infektiosität’) von Krankheitsauslösern akuter Atemwegsinfekte (grippaler Infekt, Erkältung u. a.) im Mund- und Rachenraum. Dieser Effekt entsteht allein durch eine biophysikalische Inaktivierung der Viren und Bakterien. Eine pharmakologische Wirkung auf das körpereigene Immunsystem ist demzufolge nicht zu erwarten. Die – zum Beispiel bei jahreszeitlich bedingt erhöhter Infektionsgefahr – regelmäßige prophylaktische Anwendung von Cystus 052-Infektblocker-Tabletten ist somit auch für Patienten mit Immun-Erkrankungen oder unter immunsupprimierender Therapie zumindest medizinisch vertretbar, vermutlich aber sogar von deutlichem Vorteil für die Betroffenen. Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) liegen auch nach jahrelanger, breiter Anwendung des Cystus 052 Infektblockers keinerlei Negativmeldungen zu dem bewährten Medizinprodukt vor.“


Frage: Darf ich Cystus052 Infektblocker® Lutschtabletten auch Kindern unter 6 Jahren geben?

Almut D., Bremen

Antwort: Cystus 052 Infektblocker® Tabletten wirken örtlich in Mundhöhle und Rachenraum. Am besten, wenn Sie im Mund (Backentaschen) liegenbleiben können. Während sie sich dort allmählich auflösen, werden die virenhemmenden Inhaltsstoffe („Polyphenole“) wie ein Schutzschild über die Schleimhautzellen ausgebreitet. Der Schutz von im Durchschnitt zwei Tabletten hält – ohne Essen oder Trinken zwischendurch – etwa 2-3 Stunden an.

Bei der Anwendung bei Kindern ist darauf zu achten, daß die Kinder die Tabletten nicht zu schnell lutschen, zerbeißen oder runterschlucken. All dies würde den möglichen, infektionsblockierenden Effekt verringern.

Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind keine Nebenwirkungsmeldungen zu dem Produkt bekannt, auch nicht bei Kindern oder Schwangeren.

Auch dem Hersteller der Cystus052-Präparate sind keine Nebenwirkungen, Komplikationen oder unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang der Anwendung bei Kindern bekannt.

Die einzigen „Probleme“: Wie manchen Erwachsenen auch, schmecken die Tabletten einigen Kindern nicht (Alternative: Cystus 052 Gurgellösung). Zudem kann sich die Oberfläche von Zähnen beim Lutschen etwas bräunlich verfärben. Beides ist harmlos, die Verfärbungen gehen nach Lutsch-Stopp und Zähneputzen gleich wieder weg.


Frage: Wenn man damit beginnt, die Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten zu lutschen, gibt es dann eine vorgeschriebene Menge, die man zu Ende lutschen muss? Oder könnte man theoretisch auch nach dem Lutschen einiger weniger Tabletten wieder aufhören? Bei Antibiotika muss die Einnahme ja mindestens 6-10 Tage erfolgen, damit möglichst wenig Resistenzen der Erreger entstehen.

Regine C., Hamburg

Antwort: Alle wissenschaftlichen Untersuchungen zu dem Produkt zeigen, dass weder Erkältungs- noch Grippe-Viren irgendwelche Resistenzen gegen den Cistus incanus-Extrakt entwickeln. Dies ist anders als bei antiviralen Medikamenten wie z. B. Oseltamivir (Tamiflu®) oder auch Antibiotika.

Da auch keine Nebenwirkungen auftreten (beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind auch nach Jahren der Anwendung in der Bevölkerung keine Meldungen eingegangen), kann das Produkt Cystus 052 Infektblocker® entweder nach Verwendungsvorschlag (Packungsbeilage) oder nach Bedarf eingesetzt werden.

Die wesentliche Botschaft für Anwendung nach Bedarf („on demand“): Der Pflanzenextrakt wirkt, solange er gelutscht wird. Also, wenn Sie z. B. ins Kino gehen, im Bus fahren oder sonst einer Erkältungs-/Grippe-Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Wenn Sie das Lutschen stoppen, endet auch bald danach der Infektionsschutz von Cystus 052 Infektblocker.


Frage: Cystus 052 Infektblocker® soll vorbeugend gegen Schweinegrippe helfen. Welche Dosierung ist prophylaktisch bei den Lutschtabletten und der Gurgellösung notwendig? Hilft das Mittel auch noch, wenn „es“ passiert ist, d. h. wenn man sich mit Grippeviren angesteckt hat? Hilft es auch bei saisonaler Grippe?

Daniela R., Berlin

Antwort: Berücksichtigt man die Wirkung der Cystus052-Lutschtabletten oder der Gurgellösung (Cystus052-Kapseln gibt es nicht), dann beantworten sich Ihre Fragen fast von selbst:

Die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe („Polyphenole“) des Zistrosenextraktes hüllen Viren oder Bakterien ein, „verkleistern“ die Erreger also. Dadurch können sie nicht mehr an Körperzellen „andocken“ und nicht mehr in die Zellen eindringen (was Infektion genannt wird). Sie hemmen also die Ansteckung („Infektionsblockade“).

Der Pflanzenextrakt in Cystus 052 Infektblocker® hilft auch, wenn bereits eine Erkältung, ein grippaler Infekt oder eine Influenza begonnen haben. Und zwar einfach deshalb, weil der Extrakt auch jene Viren blockiert, die von infizierten Körperzellen gebildet werden. Cystus052 behindert also in einem bestimmten Umfang die körpereigene Infektionsausbreitung (ausgehend von Mundhöhle und Rachen).

Der Extrakt Cystus052 wirkt unspezifisch gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern. Auch und nicht zuletzt gegen die Viren, die die saisonale Influenza auslösen, wie die drei bislang mit Menschen durchgeführten Untersuchungen zeigen.

Eine praktikable Dosierung sind 6x 2 Lutschtabletten über den Tag verteilt und/oder natürlich besonders dann, wenn Infektionsgefahr droht (Bahn, Bus, Kaufhaus, Fußballstadion, Kino). Die Gurgellösung ist für die tägliche Vorbeugung eher Sonderfällen vorbehalten (z. B. Kindern, die die Tabletten nicht mögen).


Frage: Hilft Cystus 052 Infektblocker® gegen Schweinegrippe?

Petra W., Dresden

Antwort: In Zellversuchen verhindert der Heilpflanzen-Extrakt wirksam die Infektion von Zellen durch Schweingrippen-Viren. Viren-Experten gehen davon aus, dass durch den Wirkmechanismus der Inhaltsstoffe bedingt, Cystus052 auch beim Menschen einer Ansteckung durch Schweinegrippen-Viren vorbeugen kann.


Frage: Mich hat heute wohl ein grippaler Infekt erwischt (Rachenschmerzen, etwas Heiserkeit, zäher Schnupfen). Kann mir Cystus 052 Infektblocker® dann auch noch helfen?

Harald B., Nürnberg

Antwort: Die bislang vorgelegten wissenschaftlichen Untersuchungen zur Anwendung von Cystus052 zeigen, dass die Behandlung z. B. mit den Infektblocker-Tabletten deutlich die Krankheitsdauer bei akuten Atemwegserkrankungen (grippaler Infekt/Erkältung) verkürzt und die Beschwerden lindert. Das Produkt hilft also auch, wenn es sie schon „erwischt“ hat.

Wie kann das aber sein, wenn Cystus052 doch eigentlich virale Infektionen blockieren soll? Das liegt einfach daran, dass unsere Körperzellen nach begonnener Infektionskrankheit selber krankmachende Viren ausscheiden. Zum Beispiel im Hals. Und genau diese Erreger werden von Cystus052 geblockt. Auch wenn schon Beschwerden da sind. Die normale Infektionsausbreitung im Körper wird also oft weniger schlimm ausfallen als sonst (Halsweh → Halsschmerz → kribbelnde, „dicke“ Nase → Schnupfen → Husten und so weiter).

Außerdem: Die Infektblocker-Lutschtabletten helfen auch deshalb bei Halsbeschwerden, weil sie die Speichelbildung erhöhen. Damit werden Erreger vermehrt fortgewaschen und runtergeschluckt (und im „Feuer“ der Magensäure zerstört). Zudem enthält Speichel antivirale und antibakterielle Bestandteile.


Frage: Als angehende Heilpraktikerin frage ich mich, ob ihr Produkt zur Stärkung der Abwehr eingesetzt werden kann. Ich möchte auch gerne die Zusammensetzung des Mittels Cystus 052 Infektblocker® erfahren. Welche pflanzlichen Bestandteile sind darin enthalten und in welcher Konzentration? Gibt es auch Probepackungen des Präparates?

Melanie I., Düsseldorf

Antwort: Tatsächlich stärkt der Cystus052-Extrakt nicht die körpereigene Abwehr. Vielmehr verhindert er es, daß Viren oder Bakterien Körperzellen in Mundhöhle und Rachenraum infizieren können. Deswegen heißt eines der Produkte aus dem Extrakt Cystus052 auch „Infektblocker“. Die Ursache der infektblockierenden Wirkungen sind hochpolymere Polyphenole des Extraktes, die in dieser Konzentration in keinem anderen Naturprodukt zu finden sind.

  • Inhaltsstoffe des Extraktes sind auf der Website des Herstellers beschrieben.
  • Zur Frage der Konzentration gibt der Hersteller den Hinweis, „In ausführlichen Tests wurde jene Extrakt-Konzentration herausgefunden, die am besten Infektionen blockieren können. Diese Konzentration ist auch in den Infektblocker-Tabletten bzw. den Bio Halspastillen oder der Gurgellösung enthalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir diese Angaben nicht publik machen, um es den Trittbrettfahren nicht zu leicht zu machen.“.
  • Eine Bemusterung wird von Dr. Pandalis Urheimische Medizin GmbH und Co. KG (Website) nach unserem Wissen nicht durchgeführt. Sie können sich aber als bestallte/r Ärztin/Arzt oder Heilpraktikerin/Heilpraktiker an die Firma wenden (Kontaktformular).

Frage: Ich habe unserer Familie zur Vorbeugung Cystus052 Infektblocker® Lutschtabletten gekauft. Ich habe viel darüber gelesen und würde gerne wissen: Wenn man die Tabletten zur Vorbeugung öfter lutscht, steckt sich aber trotzdem mit Grippeviren an, und bekommt dann vom Arzt Tamiflu verordnet, verhindert der Cystus052 Infektblocker dann nicht vielleicht die Wirkung von Tamiflu?

Jutta M., Siegen

Antwort: Der Heilpflanzenextrakt in Cystus052 Infektblocker® Tabletten verhindert in der Mundhöhle und im Rachenraum das Eindringen von Viren in unsere Körperzellen („Infektion“).

Das antivirale Medikament Oseltamivir (Tamiflu®) verhindert, daß – nach einer Infektion von Zellen – von unseren Körperzellen neu gebildete Viren freigesetzt werden („Infektions-Ausbreitung“).

Oseltamivir wird über die Verdauungsorgane aufgenommen und nach Aktivierung in der Leber über das Blut zu den Zellen gebracht. Dies wird durch den Cystus052-Extrakt oder Präparate daraus nicht gestört.


Frage: Wieviel Cystus052-Extrakt enthalten die Infektblocker-Tabletten genau?

Dietmar B., Rostock

Antwort: In ausführlichen Tests wurde jene Extrakt-Konzentration herausgefunden, die am besten Infektionen im Hals-Rachen-Raum blockieren kann. Diese Konzentration ist auch in den Infektblocker-Tabletten, Bio Halspastillen und der Gurgellösung enthalten. „Bitte haben Sie Verständnis dafür“, so sagt der Hersteller von Cystus 052 Infektblocker® fest, „dass wir diese Angaben nicht publik machen, um es den Trittbrettfahren nicht zu leicht zu machen“.


Frage: Welche weiteren Inhaltsstoffe sind neben dem Zistrosenextrakt Cystus052 in den Lutschtabletten/Halspastillen Cystus 052 Infektblocker® enthalten?

Karlchristian T., München

Antwort: Die Infektblocker Tabletten bzw. die Bio Halspastillen enthalten neben dem Extrakt aus Cistus incanus ssp. Pandalis (unter diesem Namen vom Europäischen Sortenamt registriert, Cystus 052®) noch Maissirup, Banane, Rote Rüben und Hagebuttenkernöl. Alle Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau (geprüft durch Öko-Kontrollstelle PV Karlsruhe).


Frage: Wie hoch ist der Polyphenolgehalt von Cystus052 Infektblocker® pro Tablette?

Peter E., Augsburg

Antwort: Der Hersteller der Cystus 052 Infektblocker® Tabletten gibt den Polyphenolgehalt der Infektblocker-Lutschtabletten bzw. der Bio Halspastillen nicht exakt an. Vermutlich hat er Befürchtungen wegen möglicher Trittbrettfahrer (siehe oben).

Folgende Angaben stehen zu Verfügung:

  • Das Cystus® Bio Teekraut soll einen Polyphenolgehalt um die 8% haben
  • Cistus creticus ssp. eriocephalus hat als Pflanzendroge einen Polyphenol-Gehalt von 10 Prozent und mehr
  • als wässriger Extrakt mehr als 20 Prozent
  • und bei Anwendung einer speziellen Anreicherungstechnik steigt der Polyphenolgehalt auf über 60 Prozent

Frage: Wenn ich zwei Tabletten Cystus 052 Infektblocker® im Mund habe, wie lange hält ihre schützende Wirkung etwa vor?

Larissa R., Boizenburg

Antwort: Nach den bisherigen Erfahrungen kann der Cystus052-Schutzfilm über den Zellen von Mundhöhle oder Rachenraum, der bei langsamen Zergehenlassen entsteht, bei einmaliger Anwendung 2-3 Stunden wirksam schützen. Dann sollten, wenn notwendig, die nächsten beiden Tabletten verwendet werden. Klar ist, dass Essen oder Trinken zwischendurch, oder auch Kaugummikauen, den Schutzfilm wieder abbaut.


Frage: Eine Bekannte hat mir „Cistus incanus“ zur Steigerung der Abwehrkräfte (Schweinegrippezeit) empfohlen. Was ist der Unterschied irgendwelcher Cistus-Kapseln zu Cystus 052 Infektblocker®?

Gisela D., Karlsruhe

Antwort: Die graubehaarte Zistrose (Cistus incanus) hat nach allen, bisher vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen keine direkt abwehrsteigernden Wirkungen. Die Abwehrkräfte des Körpers werden also nicht angeregt (stimuliert), wie bei anderen Heilpflanzen.

Der von Ihnen erwähnte Zistrosen-Extrakt Cystus052 (enthalten in Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten) hat jedoch – anders als andere Cistus-Produkte – einen ungewöhnlich hohen Anteil sekundärer Pflanzenstoffe (Polyphenole). Diese Polyphenole umhüllen Viren und andere Krankheitserreger, die in Mundhöhle oder Rachenraum gelangen. Folgen: Die Viren, auch aus der Gruppe der Schweinegrippe-Erreger, können dann nicht mehr an unsere Körperzellen anbinden (andocken). Und nicht mehr in die Zellen eindringen (Infektion). Es ist also eine örtliche, rein bio-physikalische Infektions-Blockade. Deswegen heißt das Cystus052-Produkt auch "Infektblocker".

Indirekt bedeutet dies natürlich trotzdem eine „Steigerung der Abwehrkräfte“. Einfach deshalb, weil das Immunsystem keine Kraft aufbringen muß, um die von Cystus052 geblockten Viren abzuwehren. Dadurch hat es mehr Energie, sich um andere Aufgaben im Körper zu kümmern.

Der Gehalt an antiviral und antibakteriell wirksamen Polyphenolen ist in anderen Präparaten geringer als bei den Cystus 052 Infektblocker®-Tabletten.


Frage: Wenn ich (45) im Herbst und Winter erkältet bin, beginnen die Beschwerden oft mit Heiserkeit, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden? Gibt es eigentlich Alternativen zu antiseptischen Wirkstoffen, die mir der Apotheker immer gegen die Halsbeschwerden empfiehlt?

Kurt L., Frankfurt

Antwort: Viele antiseptische Produkte gegen dicken Hals und Halsschmerzen sind unterdosiert, um die sonst hohe Gefahr von Nebenwirkungen zu verringern. Deshalb wirken solche Produkte nur wenig gegen Bakterien oder Pilze in der Mundhöhle. Gegen Viren, die die häufigsten Auslöser von grippalen Infekten („Erkältungen“) sind, haben antiseptische und antibiotische Wirkstoffe überhaupt keine Chance. Anders hingegen Lutschtabletten mit antiviralen Wirkstoffen aus Pflanzen: Diese können Infektionen durch Erkältungs-Viren reduzieren und Hals-Beschwerden lindern (z. B. Cystus 052 Infektblocker®, nur in Apotheken, PZN 51 29 721, 3-6x täglich 1-2 Tabletten lutschen). Diese Lutschtabletten regen die Speichelbildung an (schwemmt Erreger aus), fördern die Durchblutung (mehr Abwehrstoffe erreichen den Hals), machen aber auch Erkältungs- und Grippeerreger unschädlich und unterstützen so die Selbstheilung. Das Tragen eines wärmenden (Woll-)Schals verhindert unnötige Auskühlung des Halses und beschleunigt so die körpereigenen Heilungsvorgänge. Bei der Behandlung helfen auch Halsumschläge. Hierzu legen Sie ein handwarmes, feuchtes, längsgefaltetes Baumwolltuch um den Hals, wickeln ein trockenes Handtuch darum und decken alles mit einem dichten Wollschal gut ab (Anwendung: 1-2x täglich für 30-45 Minuten).

Quelle: * Schwabe U, Paffrath D (Hrsg.): Arzneiverordnungs-Report 2007 – Aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.


Frage: In den Medien wird berichtet, daß der Pflanzenextrakt Cystus052 antiviral wirksam ist und vor Influenza-Ansteckung schützt. Stimmt das wirklich?

Helmut E., Siegen

Antwort: Der genannte Pflanzenextrakt ist in vielen Laborversuchen wirksam gegen wichtige Influenza-Viren. Auch die viralen Auslöser der aktuellen Schweinegrippe. Der spezielle Heilpflanzen-Extrakt aus der graubehaarten Zistrose blockiert dabei die Infektion von unseren Zellen durch Viren. Wahrscheinlich, weil die krankmachende Erreger von Extraktwirkstoffen „eingehüllt“ werden. Und dann nicht mehr ansteckend sind. In Untersuchungen am Menschen verkürzen die Infektblocker-Tabletten aus Cystus052 akute Erkältungen einschließlich Grippe deutlich. Und lindern zudem die Beschwerden. Der Nachweis, ob Wirkstoffe eine Ansteckung durch Pandemie-/Schweinegrippe-Viren oder die Ausbreitung der Seuche verhindern können, ist weder bei älteren antiviralen Wirkstoffen noch bei dem neuartigen Cystus052-Extrakt geführt worden. Dies ist wissenschaftlich auch nur extrem schwer und aufwändig durchzuführen. Klar ist nur, daß Influenza-Viren gegen die älteren Wirkstoffe (Oseltamivir, in Tamiflu® und andere Präparate) sehr häufig Resistenzen entwickeln. Die „Wirk“-stoffe wirken also oft nicht mehr. Resistenzen bei Cystus 052 Infektblocker® kommen hingegen nicht vor.

Quelle: * Kiesewetter H, Ludwig S, Planz O: Aktuelle Forschungen zur antiviralen Wirkung von Cystus052. Deutsche Apothekerzeitung. 2009; 149(28):44-47.


Frage: Welche Möglichkeiten habe ich eigentlich, um mich im Herbst und Winter vor Ansteckung mit Grippe- oder Erkältungs-Erregern zu schützen? Zum Beispiel wenn ich ins Kino oder Konzert gehe? Sollte ich zum Beispiel ständig Sonnenhut-Präparate einnehmen, um meine Abwehr zu verbessern?

Simone K., Bremen

Antwort: Sehr viele Möglichkeit haben Sie nicht. Die Wirkung der Grippe-Impfung ist sehr viel geringer als bisher angenommen. Von den Atemmasken schützen nur die recht aufwendigen Gesichtsmasken (FFP) befriedigend, ein einfacher Mundschutz ist völlig sinnlos. Eine infektions-vorbeugende Wirkung der Sonnenhut-Einnahme ist nicht belegt. Zudem ist unklar, ob die Dauer-Stimulation des Immunsystems wirklich unschädlich ist. Das Lutschen von Tabletten aus einem speziellen Zistrosen-Extrakt verhindert hingegen physikalisch, dass zum Beispiel Grippe-Viren überhaupt in die Schleimhautzellen von Mundhöhle oder Rachen eindringen. Diese Infekt-Blockade unterstützt bereits vorbeugend die ständig bereite, körpereigene Infekt-Abwehr (Cistus incanus spp. Pandalis, „Cystus 052 Infektblocker®“, PZN 59 93 750).

Quellen: * Eurich DT, Marrie TJ, Johnstone J, Majumdar SR: Mortality reduction with influenza vaccine in patients with pneumonia outside "flu" season: pleiotropic benefits or residual confounding? Am J Respir Crit Care Med. 2008 Sep 1;178(5):527-33 (PMID: 18556629).
* CDC Press Release: Interim Guidance issued for the Use of Facemasks and Respirators in Public Settings during an Influenza Pandemic – Facemasks and Respirators Could Provide Added Value When Used in Combination with Other Preventive Measures. HHS News, Atlanta, 3. Mai 2007.
* Linde K, Barrett B, Wölkart K, Bauer R, Melchart D: Echinacea for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2006 Jan 25;(1):CD000530 (PMID: 16437427).
* NN: Are echinacea and HIV not a good mix? TreatmentUpdate. 1999 Feb;11(1):3 (PMID: 11366022).
* Kalus U, Grigrorov A, Kadecki O, Jansen JP, Kiesewetter H, Radtke H.: Cistus incanus (Cystus052) for Treating Patients with Infection of the Upper Respiratory Tract A prospective, randomised, placebo controlled clinical study. Antiviral Res. 2009 Oct 11 (PMID: 19828122).


Frage: Ich bin schwer herzkrank und habe Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Deshalb muß ich jeden Tag Unmengen von Tabletten schlucken und zudem Insulin spritzen. Sind Wechselwirkungen von Cystus052® bekannt? Können Diabetiker die Tabletten in der angebenen Dosierung bedenkenlos nehmen?

Werner L., Salzgitter

Antwort: Grundsätzlich gilt – auch in der Heilpflanzenkunde –, dass behandelnde Ärzte/Heilpraktiker über alle Präparate informiert werden müssen, die ihre Patienten einnehmen oder verwenden. Auch wenn diese rezeptfrei sind oder im Lebensmittel-Discounter um die Ecke erworben werden.

Kann der behandelnde Arzt nicht prüfen, ob mehrere Arzneien zusammen problemlos verwendet werden können, sollten Sie Ihren Apotheker befragen. Diesr hat – neben seiner Erfahrung – digitale Hilfsmittel, mit denen Wechselwirkungen von Medikamenten geprüft werden können.

Zu dem Medizinprodukt Cystus 052® Infektblocker-Tabletten sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bis zum jetzigen Zeitpunkt keine unerwünschten Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen gemeldet worden. Auch der Hersteller hat keine entsprechenden Meldungen.

Trotzdem ist es eine gute Idee – neben der Besprechung mit ihrem behandelnden Arzt –, Cystus 052® Infektblocker-Tabletten getrennt von anderen, über den Mund einzunehmenden Medikamenten zu verwenden. Alleine schon deshalb, damit der durch Zistrosenextrakt in Mundhöhle und Rachenraum gebildete Schutzfilm nicht durch das Wasser heruntergespült wird, mit dem zusammen Sie Ihre Tabletten einnehmen.


Frage: Cystus 052 – hilfreich bei Multipler Sklerose?

Vernea C., Freudenberg

Antwort: Ich möchte Ihre Frage gerne in drei Teilen beantworten:

  1. Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind bis heute keinerlei Meldungen zu unerwünschten Wirkungen oder Komplikationen bei der Einnahme von Cystus 052® Infektblocker-Tabletten eingegangen. Auch dem Hersteller liegen keine solche Berichte vor. Dies gilt auch bei Anwendung bei speziellen Erkrankungen, wie eben der Multiplen Sklerose. Solche Nebenwirkungen oder Komplikationen sind auch nicht zu erwarten, da der in den Tabletten enthaltene Pflanzen-Auszug vor allem lokal wirkt. Also dort, wo er gelutscht wird – in Mundhöhle und Rachenraum – seinen antiviralen Schutz biophysikalisch entfaltet.
  2. Gegen die bestimmungsgemäße, infektblockierende Anwendung des Extraktes aus der graubehaarten Zistrose als Lutschtabletten ist – auch bei MS – nach bestem Wissen und Gewissen nichts einzuwenden. Sie sollten nur darauf achten, daß die Verwendung der Cystus 052® Infektblocker-Tabletten nicht zum gleichen Zeitpunkt wie die Einnahme Ihrer MS-Medikamente erfolgt. Die Medikamente sollen ja geschluckt, die Infektblocker-Tabletten aber gelutscht werden. Auch das Wasser, mit dem Sie vielleicht ihre Tabletten herunterschlucken, hilft nicht bei der infektblockierenden Wirkungen, weil es den Cystus052-Schutzfilm in Mundhöhle und Rachenraum wegspült. Sie müssten dann anschließend wieder neue Lutschtabletten nehmen.
  3. Eine spezifische Wirkung auf MS ist bei der graubehaarten Zistrose, wenn als Arzneimittel verwendet, nicht bekannt. Medizinhistorisch ist dies klar, weil die heute bekannte Krankheit Multiple Sklerose in ihrer Natur bis vor kurzem weitgehend unverstanden und bis ins (vor)letzte Jahrhundert unbekannt war. Mit ist bewußt, daß einige wenige wissenschaftliche Arbeiten sowohl den anti-entzündlichen Aspekt bei Cistus incanus erforscht haben, als auch spezielle Immun-Aktivitäten, die bei MS eine Rolle spielen könnten. Hieraus auch nur den Ansatz einer Therapie-Chance bei MS machen zu wollen, also falsche Hoffnungen zu wecken, wäre unlauter, unredlich und nichts als Scharlatanerie. Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, daß heute eine Vielzahl wirksamer MS-Mittel entwickelt wurden/werden, mit denen das Fortschreiten der Erkrankung und/oder die Beschwerden weitaus besser kontrollierbar ist/sind als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Quelle: Lendeckel U, Arndt M, Wolke C, Reinhold D, Kähne T, Ansorge S: Inhibition of human leukocyte function, alanyl aminopeptidase (APN, CD13) and dipeptidylpeptidase IV (DP IV, CD26) enzymatic activities by aqueous extracts of Cistus incanus L. ssp. incanus. J Ethnopharmacol. 2002 Feb;79(2):221-7 (doi:10.1016/S0378-8741(01)00385-3).


Frage: Ich habe mich gegen Schweine-Grippe impfen lassen, diese Impfung wirkt aber erst nach 14 Tagen. Kann ich in der Zwischenzeit Cystus 052® Infektblocker-Tabletten nehmen oder setzten diese antiviralen Lutschtabletten die Wirkung der Schutzimpfung außer Kraft?

Karl R., Goslar

Antwort: Sie haben völlig Recht: Eine Grippe-Impfung schützt nicht sofort, sondern erst nach Wochen.

Die Einnahme von Cystus 052® Infektblocker-Tabletten verhindert physikalisch in Mundhöhle und Rachenraum, daß Krankheitserreger wie beispielsweise Grippe-Viren, in unsere Körperzellen eindringen können. Es wird also eine Infektion selbst verhindert. Der Wirkstoff in den Infektblocker-Tabletten wird nicht vom Körper oder seinen Zellen aufgenommen. Deshalb ist eine Wechselwirkung mit der „innerlich“ wirkenden Impfung gar nicht möglich.

Und noch besser: Cystus 052® Infektblocker-Tabletten schützen physikalisch vor einer Virus-Infektion. Die Impfung soll dies durch Bildung körpereigener Abwehrstoffe tun. Beides – zusammen – erhöht somit Ihren Schutz sogar noch weiter (Sie wissen ja: Auch die Schutzeffekte von Impfungen sind nicht immer perfekt).


Frage: Ich bin seit vielen Jahren asthmakrank und habe oft Halsschmerzen. Darf ich trotz Cystus 052® Infektblocker-Tabletten verwenden?

Milan T., Augsburg

Antwort: Grundsätzlich sollten Sie mit Ihrem Arzt über alle Medikamente sprechen, die Sie einnehmen. Oder demnächst einnehmen wollen. Auch wenn es sich um ein Präparat handelt, das ohne Rezept erhältlich ist oder nur aus Heilpflanzen besteht.

Grundsätzlich ist der Cystus052®-Infektblocker aus der graubehaarten Zistrose auch bei Patienten mit der chronischen Krankheit Asthma geeignet. Besonders auch dann, wenn häufiger Entzündungen von Hals oder Atemwegen vorkommen wie bei Ihnen.

Wie erwähnt: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie die Asthma-Medikamente zur gleichen Zeit einnehmen wie die Infektblocker-Tabletten sollten. Oder besser zu einem anderen Zeitpunkt. Verwenden Sie Asthma-Sprays, sollten Sie natürlich nicht gleichzeitig Lutschtabletten im Mund haben.


Frage: Sind die Cystus 052® Infektblocker-Lutschtabletten lactosefrei?

Astrid W., Konstanz

Antwort: Neben dem Heilpflanzen-Extrakt aus Cistus incanus ssp. Pandalis (graubehaarte Zistrose) enthalten die Cystus 052® Infektblocker-Tabletten Mais-Sirup, Bananen-Pulver, Rote-Rüben-Saftpulver und Hagebuttenkernöl. Laktose ist in Cystus 052®-Produkten nicht enthalten.


Frage: Sind Cystus 052 Infektblocker und Bio Halspastillen identisch?

Johannes L., Bonn

Antwort: Ja. Zusammensetzung, Zubereitung und Wirkung beider Produkte sind völlig gleich.


Frage: Gibt es medizinische Wirkungs-Unterschiede zwischen Cystus 052 Bio Halspastillen und Cystus 052 Infektblocker-Tabletten?

Josi E., Brandenburg

Antwort: Nein. Durch Gerichtsverfahren, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn angestrengt worden sind, darf der spezielle Zistrosen-Extrakt Cystus 052 nicht mehr unter dem Namen „Infektblocker“ als Medizinprodukt verkauft werden. Das neue Produkt Cystus 052 Bio Halspastillen enthält jedoch den gleichen Extrakt, in den gleichen Mengen und der gleichen Zubereitung. Der Unterschied besteht also nur auf dem Packungsaufdruck und der – gerichtlich bedingt fehlenden – Gebrauchsinformation.

Medizinische oder andere Unterschiede zwischen den im Ausland erhältlichen „Cystus 052 Infektblocker-Tabletten“ und den über Apotheken in Deutschland erhältlichen „Cystus 052 Bio Halspastillen“ bestehen also nicht.


Frage: Wie unterscheiden sich Cystus 052 Infektblocker-Tabletten und Cystus 052 Bio Halspastillen voneinander?

Carola D., Hamburg

Antwort: Cystus 052 Infektblocker (in Deutschland zur Zeit nicht erhältlich) und Cystus 052 Bio Halspastillen sind von Inhaltsstoffen und Zubereitung her völlig identisch. Dies bedeutet, daß mit den Bio Halspastillen die gleichen Anwendungen möglich sind, wie mit dem Infektblocker. Also beispielsweise die Vorbeugung von viralen oder bakteriellen Infektionen im Mund-, Rachen- und Halsbereich.


Frage: Wie lange sollte man Cystus052 lutschen. Hilft das Präparat auch bei chronischem Husten?

Wigald R., München

Antwort: Cystus 052 Bio Halspastillen (bzw. im Ausland Cystus 052 Infektblocker) sollten nach Bedarf verwendet werden. Also zum Beispiel während einer Grippesaison, wenn eine erhöhte Gefahr der Ansteckung besteht (in öffentlichen Verkehrsmitteln, Konzert, Kino). Ist die Gefahr vorüber, können Sie mit dem Lutschen der Pastillen wieder aufhören. Hinweis: Bio Halspastillen / Infektblocker-Tabletten sind zum Lutschen, nicht zum Herunterschlucken („Einnehmen“) gedacht. Nur so entfalten sie ihre infekthemmende Wirkung im Hals- und Rachenraum.

Bei chronischem Husten sollte zunächst die Ursache gefunden und gezielt behandelt werden (zum Beispiel eine chronische Bronchitis). Der spezielle Zistrosen-Extrakt in Cystus 052 kann unter unterstützend hilfreich sein (z. B. das Gurgeln von Cystus 052 Sud).


Frage: Gibt es den Cystus052-Heilpflanzenextrakt auch zum Injizieren, ich vertrage die Tabletten nicht?

Helga R., Nürnberg

Antwort: Die infektblockierende Wirkung des speziellen Zistrosen-Extraktes in den Cystus 052-Produkten entfaltet sich durchs Lutschen „vor Ort“, in Mundhöhle, Rachen und Kehhlkopf. Eine Injektion der Wirkstoffe hätte diese Effekte nicht.

Bei Geschmacksproblemen von Pastillen oder Sud können Sie die gleiche Wirkung auch durch Gurgeln mit Tee aus „Dr. Pandalis Cystus® Bio Teekraut“ erzielen. Diesen Tee können Sie nach Bedarf süßen.


Frage: Habe über das Internet die Cystus 052 Bio Halspastillen von der Apotheke erhalten. Leider fehlt ein Beipackzettel – wie funktioniert die Anwendung – wie viel? wie oft? wie lange?

Jürgen T., Wernigerode

Antwort: Hier kommen die gewünschten Angaben:

  • Anwendung und Dosierung
    Vorbeugend bei erhöhtem Infektrisiko, insbesondere kurz vor und während des Aufenthalts in gutbesuchten öffentlichen Bereichen (z. B. in der Schule, im Kaufhaus, in öffentlichen Verkehrsmitteln), im Abstand von 60 bis 90 Minuten 1-2 Tabletten langsam im Mund zergehen lassen. Zur unterstützenden Therapie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum gleichmäßig über den Tag verteilt 6 x täglich 1-2 Tabletten langsam im Mund zergehen lassen.
    Cystus 052 Infektblocker® Tabletten sind in der oben angegebenen Dosierung auch für Kinder, Schwangere und Stillende geeignet.
  • Wechselwirkungen/Gegenanzeigen
    Eine Beeinflussung von Arzneimitteln ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht bekannt. Dennoch sollten Cystus 052 Infektblocker® nicht unmittelbar zusammen mit Arzneimitteln eingenommen werden.
  • Nebenwirkungen
    Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten.

Frage: Haben Sie neuerdings den Beipackzettel aus Sparsamkeitsgründen weggelassen?

Renate F., Berlin

Antwort: Das Fehlen des Beipackzettels ist keine Folge von Sparsamkeit, sondern Folge gerichtlicher Beschlüsse. Diese besagen, daß zu dem – ansonsten völlig unveränderten – Präparat keine gesundheitlichen Aussagen gemacht mehr werden dürfen. Im Folgenden finden Sie diese Verbraucherinformationen:

  • Zweckbestimmung
    Cystus 052 Infektblocker® ist eine Lutschtablette zur Anwendung im Mund-Rachen-Raum und dient der Vorbeugung sowie der begleitenden Behandlung von Viruserkrankungen und bakteriellen Infektionen der oberen Atemwege, insbesondere solcher, die durch Grippe- und Erkältungserreger verursacht werden.
  • Zusammensetzung
    Extrakt aus Cistus incanus ssp. Pandalis (unter diesem Namen vom Europäischen Sortenamt geschützt, Cystus 052®); Maissirup, Banane, Rote Rüben, Hagebuttenkernöl. Alle Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau (geprüft durch Öko-Kontrollstelle PV Karlsruhe).
    1 Tablette = 0,037 BE.
  • Eigenschaften
    Bakterien und Viren (u. a. Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenza, Mycoplasma pneumoniae, Staphylococcus aureus, Chlamydia pneumoniae, Rhinoviren, Adenoviren, Influenza-A-Viren, Influenza-B-Viren, Parainfluenzaviren, RS-Viren) werden physikalisch weitgehend gebunden und so am Eindringen in die Körperzellen gehindert. Aufgrund dieses Wirkmechanismus sind Resistenzentwicklungen sowie eine Beeinträchtigung des Immunsystems nicht zu erwarten.
  • Anwendung und Dosierung
    Vorbeugend bei erhöhtem Infektrisiko, insbesondere kurz vor und während des Aufenthalts in gutbesuchten öffentlichen Bereichen (zum Beispiel in der Schule, im Kaufhaus, in öffentlichen Verkehrsmitteln), im Abstand von 60 bis 90 Minuten 1-2 Tabletten langsam im Mund zergehen lassen. Zur unterstützenden Therapie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum gleichmäßig über den Tag verteilt 6 x täglich 1-2 Tabletten langsam im Mund zergehen lassen.
    Cystus 052 Infektblocker® Tabletten sind in der oben angegebenen Dosierung auch für Kinder, Schwangere und Stillende geeignet.
  • Wechselwirkungen/Gegenanzeigen
    Eine Beeinflussung von Arzneimitteln ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht bekannt. Dennoch sollten Cystus 052 Infektblocker® nicht unmittelbar zusammen mit Arzneimitteln eingenommen werden.
  • Nebenwirkungen
    Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten.

Frage: Helfen die Cystus 052 Bio Halspastillen auch bei chronischem Husten nach einer Erkältung?

Birgit W., Leipzig

Antwort: Bei anhaltendem Husten nach einem grippalen Infekt können Erreger aus Mund- und Rachenraum die Infektion in Gang halten. Ist dies der Fall, ist das Lutschen der Cystus 052 Bio Halspastillen hilfreich. Diese Anwendung ist übrigens auch „Vorbeugung“: Setzen erreger-infizierte Zellen in Mundhöhle oder Rachenraum Grippe- oder Erkältungsviren frei, können diese einen an anderen Stellen – zum Beispiel in den Atemwegen – wieder neu infizieren. Hier beugt der spezielle Zistrosen-Extrakt Cystus 052 vor.


Frage: Was ist der Unterschied zwischen den neuen Cystus 052 Bio Halspastillen und Cystus 052 Infektblocker-Tabletten, wie ich sie von früher kenne?

Uta M., Jena

Antwort: Durch Gerichtsverfahren, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn angestrengt worden sind, darf der spezielle Zistrosen-Extrakt Cystus 052 nicht mehr unter dem Namen „Infektblocker“ als Medizinprodukt verkauft werden. Das neue Produkt Cystus 052 Bio Halspastillen enthält jedoch den gleichen Extrakt, in den gleichen Mengen und der gleichen Zubereitung. Der Unterschied besteht also nur auf dem Packungsaufdruck und der – gerichtlich bedingt fehlenden – Gebrauchsinformation.


Frage: Habe von dem Cystus 052 Infektblocker gehört und möchte die Tabletten jetzt im Herbst einigen Patienten verschreiben. Bitte senden Sie mir nähere Informationen und Ärztemuster zum Testen zu.

Dr. med. Johanna F., Erlangen

Antwort: Einführende Informationen zu Cystus 052 Infektblocker finden Sie auf der Website www.Urheimische-Medizin.de. Zu der verwendeten Pflanze Cistus incanus ssp. Pandalis finden Sie hier weiterführende Infos.

Im DocCheck-geschützten Bereich für Health Professionals finden Sie weitere Informationen. Als Health Care Professionals können Sie sich kostenfrei bei www.doccheck.de registrieren.

Nach unserer Kenntnis versendet der Hersteller von Cystus 052 Infektblocker-Tabletten keine Ärztemuster.


Frage: Haben die Cystus 052 Bio Halspastillen eine blutverdünnende Wirkung?

Hannelore P., Kiel

Antwort: Der Heilpflanzenextrakt aus Cistus incanus ssp. Pandalis (graubehaarte Zistrose) hat nach aktuellem Kenntnis-Stand keinerlei Auswirkungen auf die Gerinnungsfähigkeit des Blutes, hat also keine „blutverdünnenden“ Wirkungen. Weder als Cystus 052 Bio Halspastillen/Infektblocker, Cystus 052 Sud/Gurgellösung oder Teezubereitung.

Heilpflanzen antiviral wirksam

Erkältungstipps – von der Vorbeugung bis zur Behandlung

Jeder Mensch leidet im Durchschnitt zwei- bis viermal im Jahr unter einer Erkältung. Das Problem: Kaum hat man eine Erkältung überstanden, kündigt sich oft schon die nächste an, da der Mensch keine vollständige Immunität erwirbt, wenn er eine Infektion durchmacht. Erkältungsviren haben – auch wenn sie zur gleichen Erregerfamilie gehören – endlos viele Varianten. Hat man bei einem grippalen Infekt oder bei einer Grippe eine Immunität gegen einen bestimmten Virus-„Untertyp“ zum Beispiel aus der Rhinoviren-Familie erworben, hilft dies nur bei diesem einen Untertyp. Ein sich nur gering unterscheidender Subtypus dieses Erregers wird vom Abwehrsystem nicht mehr erkannt und man bekommt schnell die nächste Erkältung.

Was bietet Schutz?

Um sich vor einem grippalen Infekt oder der echten Grippe zu schützen, muss die Anheftung des Virus an die Körperzelle verhindert werden. Von Bedeutung als prophylaktische Maßnahme hierbei ist täglich gründliches und mehrfaches Händewaschen. Ebenso wichtig ist die Optimierung der körpereigenen Schleimhaut-Schutzbarriere. In der Natur weit verbreitet ist das Prinzip der "Umhüllung" körperfremder Erreger. Dabei werden Bakterien und Viren vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Den Erregern wird dadurch keine Chance gegeben, über einen direkten Eingriff in den Stoffwechsel des Menschen durch Mutationen schnell Abwehrmechanismen zu finden und somit Resistenzen zu bilden. Ein bekanntes Beispiel für dieses Prinzip ist die Muttermilch. Aber auch in der Pflanzenwelt ist dieses Phänomen zu beobachten. Wie jüngst Studien an der Universität Münster am Institut für Molekulare Virologie zeigten, ist der Pflanzenextrakt Cystus 052 in der Lage, genau über dieses Wirkprinzip Viren vor dem Eindringen in die Schleimhautzellen des Mund- und Rachenraums zu hindern. „Cystus 052 wirkt durch eine unspezifische Bindung der Viruspartikel, bei gleichzeitig fehlender pharmakologischer Wirkung auf Zellen“, so Professor Stephan Ludwig, Flu Research Net, Universität Münster.

Naturprodukte immer wichtiger

Dass Naturprodukte im Kampf gegen Viren und Infektionen immer wichtiger werden, lässt sich an den Influenza-Forschungszielen der WHO ablesen, und zwar sowohl hinsichtlich der Prophylaxe als auch der Therapie. So lässt sich nach Professor Ludwig ein Paradigmenwechsel in der Virologie feststellen, der eine Abkehr von klassischen immunologischen Prophylaxekonzepten beziehungsweise bisherigen Therapieansätzen darstellt. "Medizinprodukten aus der traditionellen Medizin sollte mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden", betont Ludwig. "Viele der bisher getesteten Heilpflanzenextrakte wirken aufgrund ihres Polyphenolgehaltes antiviral, so auch der Zistrosenextrakt Cystus 052."

Weitere Informationen: www.poys.de

Fakten in Kürze

Vorsicht Tröpfcheninfektion

Für grippale Infekte sind vor allem Rhinoviren verantwortlich. Diese werden meistens über die Aerosole – die Tröpfcheninfektion – übertragen. Das heißt, Viren und auch Bakterien befallen beim Menschen primär den Mund- und Rachenraum. Auf keinen Fall erfolgt, wie mancherorts behauptet, eine vordergründige Infektion über die Nase. Jegliche Manipulation der Nase – etwa durch Nasensprays, -duschen oder -salben – ist deshalb sogar schädlich, da auf diese Weise die natürlich schützenden Flimmerhärchen der Nasenschleimhaut zerstört werden können.

WHO: Auch traditionelle Naturprodukte im Kampf gegen Influenza (echte Grippe) berücksichtigen

Hongkong/Berlin (26.10.2010). Die Influenza-Forschungsziele der Weltgesundheitsorganisation WHO berücksichtigen ab sofort auch Naturprodukte, sowohl hinsichtlich der Prophylaxe als auch der Therapie [1], berichtete Prof. Dr. Stephan Ludwig, FluResearchNet, Universität Münster, bei einem internationalen Fachkongress in Hongkong [2]. Sein Grundsatzreferat umfasste aktuelle und innovative Forschungsansätze zu antiviralen Wirkstoffen auch aus Naturprodukten, die an seinem Institut erforscht werden – unter anderem die Prophylaxe von Influenza-Infektionen mittels unspezifischer Adhäsionsblockade durch Pflanzenextrakte.

Das antimikrobielle Potential zahlreicher Pflanzenextrakte ist seit langem bekannt und bildet sich in vielen traditionellen Indikationen ab, wie sie beispielsweise ausführlich in den von der WHO publizierten 118 aktuellen Heilpflanzen-Monographien beschrieben sind [3]. Viele der bisher getesteten Heilpflanzenextrakte wirken aufgrund ihres Polpyhenolgehaltes antiviral, beispielsweise der Zistrosenextrakt Cystus052 [4]. Die postulierte Wirkung besteht dabei aus einer unspezifischen Blockade viraler Oberflächeneiweiße, so Ludwig, im Falle von Influenza A-Viren (eine Gruppe der Grippe-Erreger) beispielsweise des Hämagglutinins. Genau diese fehlende Spezifität begründet zum einen das breite antivirale Spektrum und die – im Gegensatz zu Neuraminidasehemmern – fast vollständig fehlende Resistenzentwicklung unter Behandlung mit einem speziellen Extrakt aus Cistus incanus [5]. Der in Münster untersuchte Pflanzenextrakt hat einen ausgesprochen hohen Gehalt an polymeren Polyphenolen. Die Cystus052-Behandlung hatte keinerlei Effekte auf zelluläre Vitalität und Metabolismus, intrazelluläre Signalübertragung oder Zytokinreaktionen. Deshalb geht Ludwig von einer unspezifischen Bindung von Extraktinhaltsstoffen an Viren aus, bei gleichzeitig fehlender pharmakologischer Wirkung auf Zellen. Die fehlende Spezifität bedingt auch die gegenüber Neuraminidasehemmern nahezu völlig fehlende Resistenzentwicklung der Viren gegenüber dem geprüften Cistus-Extrakt. Parallel zu diesen Studien haben andere Arbeitsgruppen, so Ludwig, die antivirale resp. therapeutische Effektivität in Tiermodellen sowie klinischen Studien untersucht. Jeweils mit ebenfalls ausgeprägt infektionsblockierenden Effekten (Tiermodell [6]) oder mit Verkürzung der Symptomdauer resp. beschleunigter Verbesserung der Beschwerden (RCT [7]).

Aus Sicht von Ludwig gibt es etliche, für den wirkungsvollen Kampf gegen Influenza (Grippe) Erfolg versprechende Produkte, die in ihrer Abkehrung von klassischen immunologischen Prophylaxekonzepten resp. von bisherigen postinfektiösen Therapieansätzen tatsächlich einen Paradigmen-Wechsel in der Virologie darstellen. Obwohl hierunter auch phytotherapeutische Ansätze zu finden sind, betonte Ludwig abschließend, dass Medizinprodukten aus der traditionellen Medizin mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Nicht nur, um den Empfehlungen der WHO besonders in Hinsicht auf ärmere Länder nachzukommen, sondern auch um sicherere Optionen zur Grippe-Prophylaxe und -Therapie zur Verfügung zu haben als bisher. Es verstehe sich von selbst, so Ludwig, dass hierzu vermehrt kontrollierte klinische Studien notwendig sind.

Literatur

  1. Global Influenza Programme (WHO): WHO public health research agenda for influenza. WHO Press, Genf, 2010.
  2. Kongreß: „Options for the Control of Influenza VII“. Veranstalter: International Society for Influenza and other Respiratory Virus Diseases (www.isirv.org), Hongkong, 3.-7. September 2010.
  3. World Health Organization: WHO monographs on selected medicinal plants (Vol. 1-4). Genf, 1999-2005.
  4. Hudson JB: The use of herbal extracts in the control of influenza. J Med Plants Res. 2009 Dec;3(13):1189-95.
  5. Ehrhardt C, Hrincius ER, Korte V, Mazur I, Droebner K, Poetter A, Dreschers S, Schmolke M, Planz O, Ludwig S: A polyphenol rich plant extract, CYSTUS052, exerts anti influenza virus activity in cell culture without toxic side effects or the tendency to induce viral resistance. Antiviral Res. 2007 Oct;76(1):38-47.
  6. Droebner K, Ehrhardt C, Poetter A, Ludwig S, Planz O: CYSTUS052, a polyphenol-rich plant extract, exerts anti-influenza virus activity in mice. Antiviral Res. 2007 Oct;76(1):1-10.
  7. Kalus U, Grigorov A, Kadecki O, Jansen JP, Kiesewetter H, Radtke H: Cistus incanus (CYSTUS052) for treating patients with infection of the upper respiratory tract. A prospective, randomised, placebo-controlled clinical study. Antiviral Res. 2009 Dec;84(3):267-71.

Zusatzinformationen:

WHO: „Improve clinical management of patients: [...] Although antiviral drugs can reduce the duration and severity of illness and help control outbreaks, they are not widely used for treatment or prophylaxis in both under- and well-resourced countries during annual epidemics. They must be taken soon after the onset of illness and resistance can develop. Expansion and optimization of the current repertoire of antiviral drugs and development of clinical research to assess efficacy of putative adjuvant treatment modalities such as immunomodulators, passive immunotherapy and traditional medicine that are suitable for use in under-resourced areas would be most beneficial. [...] Develop novel and effective treatment strategies including adjunctive treatments (e.g. immunomodulators, immunoglobulin, natural products) that are applicable in low resource settings and easy to administer in pediatric and intensive care settings. [...]“
Source: Global Influenza Programme (WHO): WHO public health research agenda for influenza. WHO Press, Genf, 2010.

Weitere Informationen – Erkältung

aus: NN: Erkältung. de.wikipedia.org/wiki/Erkältung, downgeloaded am 24. Februar 2011.

Erkältung (in Österreich: „Verkühlung“) und grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals oder/und Bronchien. Die Infektion wird in erster Linie von , manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht (Sekundärinfektion, in diesem Zusammenhang auch Superinfektion genannt). Die häufigsten Erkältungsviren gehören zu den Virusgattungen der Rhino-, Entero-, Corona-, Mastadeno- und der Familie der Paramyxoviridae. Die Erkältungsinfekte sind die häufigsten Infektionen des Menschen überhaupt, Kleinkinder sind mit bis zu 13 mal im Jahr am häufigsten betroffen. Erwachsene erkranken durchschnittlich etwa zwei- bis dreimal im Jahr.

Häufig wird der grippale Infekt mit der deutlich schwerer verlaufenden echten Grippe (Influenza) verwechselt, die für immunschwache Personen, z.B. Säuglinge und alte Menschen, tödlich enden kann.

Mögliche Zusammenhänge zwischen Kälte und Erkältungen

Die traditionelle und immer noch weit verbreitete Annahme, Erkältungen würden regelmäßig allein durch Kälte – im wissenschaftlichen Sinne von Wärmeentzug als pathophysiologischer Mechanismus – beziehungsweise Kälteverursacher oder -formen wie beispielsweise Zugluft, Nässe, Unterkühlung ausgelöst (im Sinne von verursacht), ist nicht korrekt. Kälte allein kann keine Erkältung auslösen, daher ist der Faktor Kälte keine hinreichende Bedingung. Da man auch an Erkältung erkranken kann, ohne zuvor Kälte ausgesetzt gewesen zu sein, ist Kälte ebenfalls keine notwendige Bedingung. Auch jeder andere mit dem Wort „Erkältung“ nahegelegte Zusammenhang mit Kälte war bislang strittig.[1]

Das erste Symptom einer Erkältung ist oft das subjektive Empfinden zu frösteln. Das Immunsystem reagiert auf eine notwendigerweise vorangegangene Virusinfektion mit der Freisetzung von Botenstoffen, die die Thermoregulation im Hypothalamus zu einer Erhöhung der Körpertemperatur (Solltemperatur) veranlassen. Der Versuch des Körpers, die Kerntemperatur auf die Solltemperatur zu bringen, beinhaltet Minderdurchblutung und Abkühlung der Haut und der Extremitäten, Aufstellen der Körperbehaarung (Gänsehaut), Erhöhung des Muskeltonus bis zum Muskelzittern. Das Kältegefühl bei Erkrankungsbeginn ist demnach eine Folge der Virusinfektion und nicht deren unmittelbare Ursache.

Die verbliebene Vermutung, Erkältungen würden durch Kälte begünstigt, konnte von Forschern seit den 1960er Jahren zunächst nicht zweifelsfrei bestätigt oder widerlegt werden. Da auch die Wissenschaft von Zeiterscheinungen beeinflusst wird, neigte man in der Folgezeit eher dazu, diesen Zusammenhang zu bezweifeln. In den USA werden daher oft auch andere Bezeichnungen als der von Behörden vorrangig benutzte Ausdruck „common cold“ benutzt, z.B. „[viral] upper respiratory [tract] infection“ (URI), „acute viral nasopharyngitis“, und „acute coryza“, um die Vorstellung von dem Zusammenhang zwischen Kälte und Infektion abzuschwächen.[2][3] Indirekt kann Kälte allerdings das Ansteckungsrisiko erhöhen, da sich Menschen bei kalter Witterung häufiger in Gebäuden, in schlechter gelüfteten Räumen und damit in der Nähe infizierter Mitmenschen aufhalten. Unklar ist, ob feucht-kaltes Klima die Ansteckungsgefahr auch auf andere Weise beeinflusst, beispielsweise durch Veränderungen des Immunsystems, der Anzahl von ICAM-1-Rezeptoren (spezielle Rezeptoren für das Zelladhäsions-Molekül ICAM-1, ein Schlüsselprotein für die Leukozyten-Endothel-Interaktion im Körper) oder auch nur der Menge an Nasensekret und Handkontakten mit dem Gesicht. Kälte hat einen hemmenden Einfluss auf das respiratorische Flimmerepithel (mukoziliärer Apparat) und hemmt so seine Reinigungsfähigkeit, was zusammen mit einer Verengung der kleinen Bronchien Infekte fördern kann. Des Weiteren kann kalte Luft viel weniger Wasser aufnehmen, weshalb die Schleimhäute der Menschen im Winter, durch die geringere Luftfeuchtigkeit der Atemluft, trockener und somit anfälliger für Infektionen sind. Außerdem ist insbesondere für die zu 40 Prozent für Erkältungen verantwortliche große Gruppe der Humanen Rhinoviren eine Vorliebe für nass-kaltes Klima beschrieben.

Neuere, in Studien gewonnene Erkenntnisse bestätigen den Zusammenhang zwischen Kälte und Erkältung insofern, als auch eine übermäßig lange oder intensive Kälteeinwirkung auf einen nicht ausreichend geschützten Körper zu einer Schwächung des Immunsystems und dadurch zu einer schlechteren Abwehr der Krankheitserreger führen kann.[4][5][6] Eine Studie der Universität Cardiff[7][8][9] aus dem Jahr 2005 zeigte einen möglichen Zusammenhang zwischen Kälteeinwirkung und Erkältungssymptomen. Während 13 von 90 Studienteilnehmern, die ein kaltes Fußbad nehmen mussten, Erkältungssymptome berichteten, waren es in der Kontrollgruppe, die ihre Füße lediglich in eine leere Schüssel hielt, nur fünf von 90. Es wird vermutet, dass die Kälte zu einer Verschlechterung der Durchblutung führt und so den Transport weißer Blutkörperchen zum Infektionsherd (Eintrittspforte der Krankheitserreger) behindert. Daneben können auch Allergien, bakterielle Infekte der Atemwege und Klimaschwankungen erkältungsähnliche und über Tage anhaltende Symptome auslösen. Der Klimafaktor Kälte wäre danach also lediglich eine Begleiteinflussgröße (Kofaktor), die den Ausbruch der Erkrankung nach einer Virusinfektion begünstigen kann. Dies gilt auch für tropische Temperaturen, bei denen die Einwirkung von Windzug auf einen überhitzten oder feuchten Körper zu einer starken Auskühlung der Körperoberfläche führen kann. Es sollte daher darauf geachtet werden, den Körper nicht längere Zeit dem direkten Luftstrom eines Ventilators oder einer Klimaanlage auszusetzen, z. B. beim Schlafen.

Neuere Theorien gehen davon aus, dass Mangel an Vitamin D zu einer Schwächung des Immunsystems führt. Vitamin D wird in der Haut durch Sonnenlicht gebildet, im Winter ist die Sonneneinstrahlung wegen der kurzen Tageslichtdauer besonders gering und Vitamin-D-Mangel mithin besonders wahrscheinlich. Dies könnte die Anfälligkeit gegen Krankheiten im Winter erhöhen. Es gäbe dann durchaus eine Korrelation zwischen Kälte und Erkältungskrankheiten, nicht jedoch eine Kausalität. Vielmehr sind winterliche Kälte und immunschwächender Vitamin-D-Mangel Folgen einer dritten Ursache, nämlich der kurzen Sonneneinstrahlungsdauer an Wintertagen.[10][11]

Etymologische Aspekte

In vielen Sprachen weltweit wird, wie in der deutschen Bezeichnung für diese Erkrankung, ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Klimafaktor Kälte und der Erkältung angenommen, indem im Begriff das entsprechende Wort für Kälte oder kalt auftaucht. Dies ist auch in vielen indogermanischen Sprachen der Fall. In Europa vermuteten zumindest schon die alten Römer einen wie auch immer gearteten Zusammenhang zwischen Kälte und Erkältung. Möglicherweise entstammt die Bezeichnung Erkältung auch der „Qualität“ kalt, die Galen in seiner Viersäftelehre den Säften schwarze Galle und Schleim zugeschrieben hat.

In dem lateinischen Wort für Erkältung frigus ist die Bezeichnung frigidus für die Eigenschaft kalt enthalten. Daher auch frigore tactum esse für „an einer Erkältung leiden“. Die meisten romanischen Sprachen übernehmen diesen Begriffszusammenhang:

  • Italienisch: freddo („kalt“), raffreddarsi („sich erkälten“), raffreddore („Erkältung“)
  • Französisch: froid, se refroidir, refroidissement
  • Spanisch: frío, resfriarse, resfriado
  • Portugiesisch: frio, resfriado, resfriamento

Auch im Polnischen als einem Beispiel einer slawischen Sprache ist dieser Begriffszusammenhang vorhanden: zimno („kalt“), ziebnac („frieren“), przeziebienie (wörtlich: „Durchkältung“) Als weiteres Beispiel sei auch die Bezeichnung in der kroatischen Sprache genannt: hladno („kalt“), prehlada („Erkältung“ / wortwörtlich: „Überkältung“).

Im Griechischen findet sich folgende Analogie: ????: krýo: „kalt“, wovon sich (t?) ????????µa: (to) kryológima: „Erkältung“ ableitet.

Im Ungarischen, einer der finno-ugrischen Sprachfamilie zugeordneten Sprache, ist dieser Begriffszusammenhang ebenfalls feststellbar: huvös, fagy, hideg („kalt“), hul („abkühlen“), fázik („frieren“), meghulés, megfázás („Erkältung“)

Eine begriffliche Unterscheidung von Erkältung einerseits und der Krankheitsform Grippe andererseits ist bei den Römern nicht nachweisbar, in den sich später entwickelnden romanischen Sprachen jedoch klar vorhanden.

Beispiele:

  • Italienisch: raffreddore („Erkältung“) ? grippe („Grippe“)
  • Französisch: refroidissement ? grippe
  • Spanisch: resfriado ? gripe
  • Portugiesisch: resfriamento ? gripe

Die moderne Bezeichnung Influenza für Grippe geht zwar auf das lateinische Wort influere für „hineinfließen, hineinströmen, unbemerkt eindringen, einschleichen“ zurück, ist jedoch nur eine sprachwissenschaftlich erschlossene Form, die in der lateinischen Sprache nicht belegt ist. Ob sich letztlich der Wortstamm hier aus dem griechisch-lateinischen gryps, grypis: „Greif“ (ein Fabelwesen mit Löwenleib, Flügeln und Adlerkopf) oder arripere, corripere: „ergreifen“ oder einer Kombination von beiden abgeleitet hat, ist nur eine Spekulation.

Die aus einer Symptomverwandtschaft verständliche umgangssprachliche Verwendung der Bezeichnung Grippaler Infekt für Erkältung ist damit eigentlich eine eher bedeutungsverwirrende Zusammenführung zweier schon lange auch sprachlich getrennter Begriffe, zumal nach den Erkenntnissen der modernen Medizin die diese Erkrankung verursachenden Viren zweifelsfrei keine Grippeviren sind.

Der ältere Ausdruck Katarrh, eigentlich eine Entzündung der Schleimhäute, meint umgangssprachlich meistens eine Erkältung. Diese Bezeichnung für Erkältung lässt sich ebenfalls in mehreren romanischen Sprachen wiederfinden, so zum Beispiel im Galicischen sowie Spanischen als catarro und im Korsischen als catarru. Mit Halskatarr(h) kann eine Laryngitis gemeint sein.

Krankheitserreger

Als Krankheitsverursacher sind über 200 sehr verschiedene Viren aus unterschiedlichen Virusfamilien beschrieben. Sie alle sind an die Epithelien der leicht zugänglichen Atemwege angepasst und verursachen ähnliche Symptome. Da die Atemwege vom Rachenraum bis zu den Verzweigungen des Bronchialbaumes mehrere Barrieren von Abwehrzellen aufweisen, müssen die Erreger die Immunabwehr durch eine besonders schnelle Vermehrung (Replikation) und mittels vieler unterschiedlicher Varianten umgehen. Die Symptome der durch sie ausgelösten Erkältungskrankheit wie Husten, erhöhte Schleimproduktion und Niesen ermöglichen wiederum den Viren, sehr einfach zu einem neuen Wirt zu gelangen. Die Erreger sind im einzelnen:

  • aus der Familie der Picornaviridae beispielsweise das Humane Rhinovirus-1A (HRV-1A) oder 1B mit mehr als 100 Subtypen, die Coxsackieviren B1 (CVB-1) bis B6, diverse Echoviren und Humane Enteroviren (etwa 40 Subtypen).
    Diese Viren gehören zu den unbehüllten Einzel(+)-Strang-RNA-Viren [ss(+)RNA].
  • aus der Familie der Coronaviridae, Genus Coronavirus das Humane Coronavirus 229E und das Humane Coronavirus OC43.
    Diese Viren gehören zu den behüllten Einzel(+)-Strang-RNA-Viren [ss(+)RNA].
  • aus der Familie Paramyxoviridae die Humanen Parainfluenza-Viren 1–4, das Humane Metapneumo-Virus (HMPV) und das Humane Respiratorische Synzytial-Virus (HRSV) Typ A und B (alles behüllte ss(-)RNA-Viren).
  • aus der Familie der Adenoviridae, Genus Mastadenovirus diverse Serotypen der Arten Humane Adenoviren A–F.
    Diese Viren gehören zu den unbehüllten doppelsträngigen DNA-Viren (dsDNA).
  • einzelne Spezies aus der Familie Reoviridae (dsRNA, unbehüllt).

Die Häufigkeit dieser Erreger bei Erkältungskrankheiten ist ungefähr 40 % Rhinoviren, 10–15 % RSV und 10–25 % Coronaviren. Bei kleinen Kindern ist mittlerweile das Humane Metapneumo-Virus (HMPV) der zweithäufigste Erkältungserreger.[12] Die übrigen Erreger sind allgemein außerhalb lokaler Ausbrüche eher selten anzutreffen. Die behüllten Viren können eine Variabilität und damit eine Umgehung der Immunabwehr durch Veränderung der Oberflächenproteine der Virushülle erreichen. Dies ist besonders bei den sehr variablen behüllten RNA-Viren der Fall, die durch die höhere Mutationsrate bei der RNA-Replikation gegenüber der DNA-Replikation ständige spontane Varianzen innerhalb weniger Virusspezies aufweisen und auch einer laufenden Veränderung zwischen den üblichen Erkältungsmonaten unterliegen. Unbehüllte Viren sind aufgrund der nötigen Stabilität und daher geringeren Varianz ihres Kapsids auf sehr viele Subtypen angewiesen, deren Genome in sich jedoch sehr stabil sind.

Die Vielzahl verschiedener Viren und ihrer Subtypen erklärt, warum Menschen so häufig an einer virusbedingten Erkältung erkranken können. Die Tatsache, dass bei nicht erheblich vorgeschädigten Menschen und bei nicht erfolgter Doppelinfektion oder Sekundärinfektion (siehe auch: Infektion) ein grippaler Infekt keinen tödlichen Verlauf nimmt, zeigt zum einen, dass die für diese Erkrankung als Krankheitsverursacher festgestellten Viren sehr stark an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind. Die Schädigung seines Reservoirwirts ist für ein Virus kein vorteilhafter Effekt, da er zur eigenen Vermehrung auf ihn angewiesen ist. Die dennoch beim Reservoirwirt ausgelösten Symptome sind Nebeneffekte der Infektion. Zum anderen wird dadurch auch deutlich, dass sich der Mensch ebenfalls im Verlaufe vieler Generationen an diese Viren anpassen konnte. In dieser Hinsicht besteht somit auch ein deutlicher Unterschied zu den Influenzaviren und den von ihnen beim Menschen verursachten Erkrankungen.

Verbreitung

Die eine Erkältung auslösenden Viren mit ihren zahllosen Arten und ihren durch Mutationen ständig neu entstehenden Varianten können weltweit in allen Klimazonen auftreten und durch Infektion sich überall dort ausbreiten, wo Menschen anzutreffen sind.

Übertragung

Die krankheitsverursachenden Viren werden sowohl als Tröpfcheninfektion durch die Luft als auch direkt oder indirekt durch Kontakt mit Erkrankten oder über kontaminierte Gegenstände per Schmierinfektion (Kontaktinfektion) in deren Umgebung übertragen. Die praktische Relevanz dieser verschiedenen Infektionswege kann trotz umfangreicher wissenschaftlicher Literatur gegenwärtig nicht abschließend bewertet werden. Bis heute umstritten ist die Bedeutung evtl. begünstigender Faktoren wie Virustyp, Klimaverhältnisse und Hygienegewohnheiten wie beispielsweise Naseputzen, Händewaschen und Handtuchbenutzung, während weitgehende Einigkeit darin besteht, die Mehrzahl der „Erkältungsviren“ als nicht sehr kontagiös anzusehen, so dass eine Ansteckung meist einen längeren und engeren Kontakt voraussetzt. Andererseits ist bei den eine Erkältung verursachenden Serotypen der Virusarten Humanes Adenovirus A–F eine langanhaltende Kontagiosität außerhalb des Wirtskörpers nachgewiesen.

Rolle des Immunsystems

Gerade bei Infektionen mit Krankheitserregern, die schon an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, wie es bei den Erkältungsviren der Fall ist, spielt der Zustand des Immunsystems des betroffenen Organismus eine wichtige Rolle.

Ob nach einer solchen Infektion tatsächlich eine Erkrankung auftritt, hängt von der Menge und Virulenz der Erreger und vom Zustand des Immunsystems der betroffenen Person ab. Die Beobachtung, dass bei Erkältungen keineswegs alle Kontaktpersonen ebenfalls erkranken, hat verschiedene Ursachen. So kann durch vorherigen Kontakt mit der gerade umlaufenden Virusvariante bereits eine Immunität bestehen, die Virendosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering, oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern [inapparente Infektion oder stille Feiung (Immunisierung ohne Impfung oder Erkrankung)]. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann die Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen.

Insofern können Faktoren, welche die Funktion des menschlichen Immunsystems insgesamt schwächen, auf den Verlauf einer Erkältung durchaus Einfluss nehmen. Dazu zählen unter anderem chronische Erkrankungen, eine medikamentöse immunsuppressive (das Immunsystem unterdrückende) Behandlung wie beispielsweise nach Organtransplantationen, Drogenmissbrauch (auch Nikotin und Alkohol), Mangelernährung, eine ungesunde Ernährung, Umweltgifte,[13] andauernder Stress, zu wenig Schlaf[14], Bewegungsmangel, Übertraining, und nach neueren Erkenntnissen möglicherweise eben auch eine übermäßige Kälteeinwirkung im Sinne von längerer Auskühlung oder gar Unterkühlung (Hypothermie) sowie Vitamin-D-Mangel durch geringe Sonnenlichtexposition.[10] Dabei kann eine Kombination von mehreren Faktoren eine verstärkte Belastung für das Immunsystem darstellen.

Krankheitsverlauf

In der Regel verläuft eine Erkältung nach einer Inkubationszeit von etwa zwei bis acht Tagen harmlos und dauert selten länger als eine Woche. Viele Menschen haben im Jahr mehrere Erkältungen, bei Kleinkindern gelten vier bis neun Erkrankungen pro Jahr noch als normal. Eine erkrankte Person kann die Krankheitserreger etwa zwei bis zehn Tage ausscheiden, bei einer Behandlung mit Steroiden (Cortison) auch länger.

Symptome

Im normalen Verlauf

In der Regel laufen die Symptome einer Erkältung in zeitlichen Phasen ab. Die ersten Anzeichen sind meistens Halskratzen bis hin zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, die im Gegensatz zum Anginahalsschmerz aber nur bis zu 2 Tage andauern, oft verbunden mit leichtem Frösteln. Als besonders typisches Erkältungssymptom tritt sehr oft zur gleichen Zeit eine Entzündung der Nasenschleimhäute auf, die auch Schnupfen (Rhinitis) genannt wird, sich überwiegend durch ein Brennen und Kitzeln in der Nase ankündigt und in der Regel mit Niesreiz und Kopfdruck ihren Höhepunkt am zweiten Erkrankungstag erreicht. Fast immer treten für einen Zeitraum von vier bis fünf Tagen Kopf- und Gliederschmerzen begleitend auf, und manche der Erkrankten fühlen sich dabei matt und abgeschlagen oder entwickeln sogar Fieber, dessen Höhe von der Art des Virus und der physischen und psychischen Verfassung des Erkrankten abhängt. Etwa ab dem sechsten Erkrankungstag kann sich auch ein trockener Reizhusten entwickeln, der im weiteren Verlauf manchmal in einen festsitzenden Husten übergeht.[15]

In den meisten Fällen ist die Erkrankung nach etwa einer Woche überstanden, sie kann aber auch bis zu zwei Wochen andauern.

Komplikationen

Wenn sich die Erkältungsviren von der Nasenschleimhaut auf Rachen, Hals, Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und in den Gehörgang ausbreiten, können als mögliche Komplikationen der Erkältung z. B. Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung (otitis media), Luftröhren-/Bronchienentzündung (Tracheobronchitis), und Lungenentzündung (Pneumonie) auftreten.

Bei Auftreten einer Entzündung des Kehlkopfes (Laryngitis) und der Stimmlippen (speziell: Stimmbänder = Ligamentum vocale sinistrum et dextrum) kann sich das Schwingungsverhalten Letzterer oft auch derart verändern, dass es für eine gewisse Zeit zu einer tieferen Stimme oder gar zum Stimmausfall kommt.

Weitere Komplikationen können dadurch entstehen, dass jeder Virusinfekt das Immunsystem vorübergehend schwächen kann. Dadurch können zur sogenannten Standortflora gehörende und normalerweise keine Infektion verursachende Bakterien doch pathogen werden und dann beispielsweise eine Lungenentzündung verursachen.

Erkältung und Schwangerschaft

Besonders während der Schwabgerschaft können werdende Mütter leichter an einer Erkältung erkranken, da das Immunsystem innerhalb dieser Zeitspanne nicht immer zuverlässig arbeitet. Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen der betreffenden Schwangeren schaden jedoch der Gesundheit des werdenden Kindes in der Regel nicht.

Hinsichtlich der medikamentösen Behandlung einer solchen Erkältung ist unbedingt angeraten, dabei äußerst umsichtig und eher zurückhaltend zu sein. Von einer Selbstbehandlung sollten Betroffene besser ganz absehen und – wenn irgend möglich – nichts ohne ärztliche Rücksprache zu sich nehmen. Denn fast alle Wirkstoffe, die während der Schwangerschaft eingenommen werden, wirken auch über die Plazenta auf das Ungeborene. In der besonders sensiblen Phase der ersten drei Schwangerschaftsmonate, wenn die einzelnen Körperteile des Kindes entstehen, ist es von großer Wichtigkeit, dass im Falle einer nicht zu vermeidenden Medikamenteneinnahme, die Wirkstoffe jeweils in ihrer geringst möglichen Dosierung eingenommen werden. Auch wenn eine Erkältung schon länger überwunden ist, können zuvor eingenommene Medikamente die Entwicklung des Kindes nachhaltig beeinflussen. Daher kommt es nicht selten vor, dass Ärzte eine Behandlung von kleineren Krankheiten und Beschwerden selbst mit altbekannten Medikamenten dennoch ausschließen.

Diagnose

Die Diagnose eines grippalen Infekts wird üblicherweise rein klinisch, das heißt aufgrund der Symptome und einer körperlichen Untersuchung, gestellt. Differenzialdiagnostisch ist hier eine echte Grippe, also Influenza-A, -B, oder -C und andererseits eine Parainfluenza abzugrenzen. Daneben verlaufen Erstinfektionen von Herpesviren (HSV, CMV, EBV) bei Kindern gelegentlich als grippaler Infekt. Außerdem verlaufen weniger schlimm verlaufende (abortive) Formen einer Infektion mit Exanthemviren wie Masern, Ringelröteln, Röteln und Varizellen oft nur als grippaler Infekt.

Differenzierung zur echten Grippe (Influenza)

Kennzeichen Erkältung Echte Grippe (Influenza)
Erkrankungsbeginn langsame Verschlechterung rasche, abrupte Verschlechterung
Kopfschmerzen dumpf bis leicht stark bis bohrend
Schnupfen oft Niesen, laufende bzw. verstopfte Nase teilweise auftretend
Fieber meist gering oft hoch bis 41 °C, dazu Schüttelfrost, Schweißausbrüche
Gliederschmerzen gering starke Gelenk-, Muskelschmerzen
Husten geringer Hustenreiz trockener Husten, schmerzhaft, meist ohne Schleim
Halsschmerzen oft Halskratzen, Heiserkeit stark, mit Schluckbeschwerden
Müdigkeit Abgeschlagenheit schwer, auch bis drei Wochen danach möglich,

Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Kreislaufbeschwerden

Erkrankungsdauer einige Tage 7–14 Tage, anfänglich oft ohne erkennbare Besserung

Therapie

Therapiebedingungen und Medikamente

Die Behandlung einer Erkältung besteht vor allem darin, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich in warmen, nicht überheizten Räumen aufzuhalten. Bei Husten und Schnupfen sollte man viel Wasser, Fruchtsäfte und Tee trinken, um den Schleim flüssig zu halten und einen Flüssigkeitsverlust des Körpers durch Schweiß, Tränen- oder Nasenflüssigkeit auszugleichen, insbesondere bei kleinen Kindern. Inhalationen können helfen, die Schleimhäute anzufeuchten und vom Schleim zu befreien. Auch Halsschmerzen und Husten können durch diese Befeuchtung gelindert werden. Ebenfalls hilft das Gurgeln mit warmem Salzwasser.[16]

Abschwellende Nasensprays sollten nur kurzzeitig (in der Regel bis fünf Tage) verwendet werden. Eine dauerhafte Anwendung kann zur Austrocknung und zum Anschwellen der Nasenschleimhaut sowie zur Abhängigkeit bzw. Gewöhnung führen.

Andere Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure lindern zwar in der Regel Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen und senken auch das Fieber, doch besitzen sie abgesehen von möglichen Nebenwirkungen gerade auf Grund der beschriebenen Wirkung auch einen unerwünschten Nebeneffekt. Nach Abschwächung der Krankheitszeichen kann sich ein Patient zu früh fast wieder gesund fühlen, sich anschließend zu viel zumuten und damit die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls erhöhen.

Antibiotika wirken lediglich gegen bakterielle Infektionen und sind daher bei Erkältungskrankheiten in der Regel nicht sinnvoll. Eine Ausnahme besteht im Falle einer bakteriellen Sekundärinfektion (in diesem Zusammenhang auch Superinfektion genannt) mit gelblich-grünem (eitrigen) Auswurf oder Nasensekret. Bei Patienten mit einer zusätzlichen Grunderkrankung (beispielsweise HIV, Diabetes mellitus oder Lungenerkrankung) ist jedoch eine vorbeugende Gabe zur Verhinderung einer bakteriellen Superinfektion meist notwendig. Eine Ursache der weltweiten Zunahme von Antibiotika-Resistenzen ist die unsachgemäße Anwendung dieser Medikamente – auch bei Erkältungskrankheiten.

Studien

  • Von Douglas et al. (2003)[17] konnte gezeigt werden, dass durch täglich ein Gramm Vitamin C die Dauer der Symptomatik bei undifferenzierten Erkältungen abgekürzt werden konnte. Mit einem halben Tag der Verkürzung des Krankheitsverlaufs fiel dieser günstige Effekt jedoch eher gering aus und könnte auch nach Angaben der Autoren eventuell durch einen Publikationsbias (eine nach Abschluss von wissenschaftlichen Studien in verschiedenen Formen auftretende systematische Verzerrung) bedingt sein.
  • Eine Metaanalyse eines finnisch-australischen Forscherteams konnte die Wirksamkeit von Vitamin C nicht bestätigen. Eine vorbeugende Wirkung hat das Vitamin nur bei körperlichen Extrembedingungen, und auch den Verlauf einer Erkältung kann es kaum beeinflussen.[18][19]
  • In zwei Placebo-kontrollierten Doppelblindstudien konnte gezeigt werden, dass eine Einnahme von Zinkgluconat-Lutschtabletten die Schwere von Erkältungssymptomen um 42 Prozent vermindert und ihre Dauer um drei bis vier Tage verkürzt, was jedoch mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein kann.[20][21]

Vorbeugung

Im Gegensatz zur Grippe gibt es gegen Erkältungen keine Impfung und auch keine sonstigen zuverlässigen Vorbeugestrategien. Eine Vorbeugung besteht darin, den Kontakt mit erkrankten Personen und deren viralen Schnupfen- und Hustensekreten zu vermeiden.

Für eine erfolgreiche Vorbeugung durch eine hochdosierte zusätzliche Einnahme von Vitamin C gibt es keine Bestätigung, wenn bereits eine ausreichende Vitaminversorgung durch gesunde Ernährung gegeben ist. Hinsichtlich der Wirksamkeit von Präparaten, die aus Sonnenhüten (Echinacea) bzw. deren Extrakten hergestellt sind, gibt es unterschiedliche Studienergebnisse. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass einige Studien nicht angeben, welche speziellen Echinacea-Arten untersucht wurden, bzw. Ergebnisse eine Art betreffend auf alle Sonnenhutpräparate angewandt werden. So gibt es sowohl Studien, die Echinacea-Präparaten positive Wirkung zuschreiben (z. B. Melchart et al. 2003)[22], als auch solche (Turner et al. 2005)[23], die aus Echinacea angustifolia gewonnenen Präparaten jegliche über den Placeboeffekt hinausgehende Wirkung absprechen. Während manche Massenmedien derartige Ergebnisse grundsätzlich auf alle Echinacea-Präparate ausweiten[24], scheint die Wirksamkeit der in Deutschland verbreiteten Echinacea purpurea-Präparate nicht daraus abgeleitet werden zu können.

Ein gesundes und gestärktes Immunsystem kann jedem Menschen dabei helfen, diverse Krankheitserreger und damit auch die einer Erkältung besser zu bekämpfen und manchmal auch einen Krankheitsausbruch zu verhindern oder Krankheitssymptome zu mildern, beziehungsweise den Krankheitsverlauf zu verkürzen. Alle Maßnahmen wie beispielsweise gesunde, ausgewogene Ernährung inklusive aller für den Organismus notwendigen Stoffe wie beispielsweise Mineralstoffe und Vitamine, ausreichend Schlaf (möglichst nicht weniger als sieben Stunden pro Tag[14]), möglichst stressfreier Tagesablauf, regelmäßige Bewegung oder gar sportliches Ausdauertraining und regelmäßige Abhärtung durch Anwendung von Kneippschen Güssen[25] und Saunieren können daher sehr wohl als Vorbeugemaßnahmen im weitesten Sinne angesehen werden, zumal es sich bei den Verursachern der Erkältung um an den Menschen stark angepasste Viren handelt.

Schwedische Forscher im Team von Py Tubelius, die in Lund Forschungen betreiben, haben als Ergebnis einer kontrollierten Studie dargelegt, dass eine tägliche Einnahme von probiotischen Produkten die Anzahl der Infektionen der Atemwege oder des Magen-Darm-Traktes verringert. Die Forscher sind davon überzeugt, dass der festgestellte Effekt auf eine Stärkung des Immunsystems durch die verwendeten Milchsäurebakterien Lactobacillus reuteri zurückgeht.[26][27] Bei der Bewertung dieser Studie sind jedoch auch eventuelle geschäftliche Interessen zu berücksichtigen, da Anders Zachrisson, Anteilseigner und Mitarbeiter der Firma Biogaia AB, die verschiedene Patente an Lactobacillus reuterii hält, eben diese Studie konzipierte und das Studiendesign und -manuskript entwarf.[27]

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